Schulprogramm

I. Präambel – "Zukunft braucht Herkunft"

II. Beschreibung der Schule Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude den gewandelten Bedürfnissen angepasst. Aus Elterninitiative heraus entstand die Überdachung des Fahrradabstellplatzes. Seit 1995 entwickelte sich die Cafeteria zu einem beliebten Ort der Begegnung. Fahrschülern bietet sie täglich warmes Mittagessen. Da ein Fahrstuhl und zwei speziell eingerichtete Klassenräume zur Verfügung stehen, können heute geh- und hörbehinderte Kinder aufgenommen werden. Den Umgang mit den neuen Medien erlernen und üben unsere Schüler an über zwanzig stationären Rechnern in zwei Computerräumen und an Notebooks.

Für die nächste Entwicklung ist es unser Anliegen, durch geeignete Maßnahmen die Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten für Schüler und für Schülergruppen zu verbessern. Darüber hinaus wollen wir für Musik und Kunst die Fachräume geeignet ergänzen.

III. Leitbilder und Entwicklungsschwerpunkte Die Grundsätze unserer schulischen Arbeit lassen sich nach drei Gesichtspunkten aufschlüsseln:

Bildung umschreibt die Fähigkeit, Sachverhalte angemessen zu erfassen und das Wissen in neuen Lern- und Handlungszusammenhängen anzuwenden. Bildung schließt ein Nachdenken über Ziele, Zwecke und Aufgaben der Fächer ein.

Erziehung richtet sich auf den gelungenen Umgang der Menschen miteinander. Sie orientiert sich an der Idee sozialer Verantwortung in und zwischen den Kulturen.

Dienstleistung charakterisiert ein modernes Selbstverständnis von Schule in einer arbeitsteilig und rational organisierten Gesellschaft. Kommunikations-, Entscheidungs- und Handlungsstrukturen müssen sich danach bemessen lassen.

A. Bildung Wir legen Wert auf die Selbstverantwortlichkeit des Lernens. Nur so können schrittweise eine breite Allgemeinbildung und die Studierfähigkeit im Sinne der allgemeinen Hochschulreife erreicht werden. Deswegen orientiert sich die Ausbildung in ihrer fachspezifischen Differenzierung an den traditionellen Bereichen wissenschaftlicher Systematik: Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften.

In der gymnasialen Oberstufe werden Vorkenntnisse in der Anwendung wissenschaftlicher Methoden gelehrt. Die Abiturprüfung dokumentiert die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Wir legen Wert auf die Orientierung an aktuellen und europäischen Standards. Wir betonen die Selbstständigkeit und Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erfassen.

1. Fremdsprachen:

Im Zeitalter des Zusammenwachsens europäischer Länder und der Globalisierung kommt der Offenheit und dem Verständnis für verschiedene Kulturen sowie der Notwendigkeit einer internationalen Verständigung vermehrte Bedeutung zu. An unserer Schule will der Unterricht in den Sprachen hierzu einen Beitrag leisten.

In den alten Sprachen (Angebot von Latein als zweite und dritte Fremdsprache, Griechisch als Arbeitsgemeinschaft) stehen die Schulung des strukturierenden Denkens und die Vermittlung des Erbes der abendländischen Kultur im Vordergrund.

Als moderne Fremdsprachen werden angeboten: Englisch (verbindlich), Französisch (als zweite und dritte Fremdsprache) sowie Italienisch und Russisch (als Arbeitsgemeinschaften). Das Erlernen dieser Sprachen dient der Kommunikationsfähigkeit der Schüler und der Vermittlung landeskundlicher Kenntnisse. Neben einem durch handlungsorientierte Elemente ergänzten Fremdsprachenunterricht bietet das Sophie-Scholl-Gymnasium Schüleraustausche mit England (Klasse 8/9 und 12), mit Frankreich (Klasse 8/9), mit Polen (Klasse 12) sowie kurze Arbeitspraktika in England (Klasse 12). Wir sind offen für eine Erweiterung unseres Sprachenangebots und wollen uns zunächst im Bereich von Arbeitsgemeinschaften um ein Angebot in Spanisch bemühen.

2. Mathematik:

Alle Bereiche unseres Lebens – insbesondere des Berufslebens – werden von der Mathematik durchdrungen. Deshalb wollen wir mit dem Mathematikunterricht die Schüler befähigen, die Umwelt unter mathematischen Gesichtspunkten und mit Hilfe mathematischer Methoden zu analysieren und zu verstehen. Anschauungsvermögen, logisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und Kritikfähigkeit sind Kompetenzen, die im Mathematikunterricht von allgemeinen Erziehungszielen wie Sorgfalt, Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, Klarheit und Ordnung ergänzt werden.

3. Neue Medien:

Eine besondere, zukünftig steigende Bedeutung in der Berufswelt hat der Umgang mit den so genannten Neuen Medien. Ihre Komplexität bildet eine fächerübergreifende Herausforderung. Unsere Schule will einen Beitrag zum sinnvollen Umgang mit diesen Medien leisten.

4. Fächer mit besonderen Bildungsfunktionen:

Bildung verlangt den lebendigen Umgang mit den Schöpfungen der Kultur. Diese Begegnung soll den ganzen Menschen ergreifen und kreativ werden lassen. Die sinnlichen Erfahrungsmöglichkeiten sind ebenso gefragt wie die theoretische Auseinandersetzung und Selbstreflexion. Religion, Philosophie, Kunst und Musik leisten dazu ihren besonderen Beitrag. Sie wirken einer bloßen Zweckorientierung in unserem Leben entgegen. Wir wollen diese Fächer durch ein breites Basisangebot im Bewusstsein der Schüler verankern. Neben den vorhandenen musikalischen Arbeitsgemeinschaften möchten wir zukünftig weitere Wahlmöglichkeiten und Unterrichtsangebote eröffnen.

5. Individuelle Förderung:

Am Sophie-Scholl-Gymnasium wird die individuelle Förderung von Schülern groß geschrieben. Durch Beratungsangebote in der Orientierungsstufe helfen wir beim Finden derjenigen Schulart, die den Begabungen und Neigungen der Kinder entspricht. Zum Ausgleich vorübergehender Leistungsrückstände bieten wir Stützkurse an in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik. In der Mittel- und Oberstufe vermittelt die Schülervertretung Nachhilfeunterricht von Schülern für Schüler. Seit dem Schuljahr 2001/2002 nimmt das Sophie-Scholl-Gymnasium als eines der ersten Gymnasien des Landes an der Erprobung des achtjährigen gymnasialen Bildungsganges in Schleswig-Holstein teil. Unser Angebot richtet sich an schneller lernende Kinder.

- Unterstufenchor, Flöten, Orchester, Big Band, Gospel-Soul-Pop-Chor,

- Internet, Ma-Thema, Energie-Management,

- Film und Video,

- Italienisch, Griechisch, Russisch,

- Fußball, Volleyball, Basketball, Handball, Turnen.

Das Fahrtenprogramm unserer Schule sieht folgende Unternehmungen vor:

- Norddeutschland (Orientierungsstufe),

- Schüleraustausch mit England und Frankreich (8. Schuljahr),

- Klassenfahrten mit dem Schwerpunkt Skifahren (10. Schuljahr),

- Studienreisen innerhalb Europas, Schüleraustausch mit Polen und Schüleraustausch mit England in Verbindung mit ‚work-experience’ (12. Schuljahr).

B. Erziehung Wir streben an, dass Schüler, Eltern und Lehrer bei der Lösung von Konflikten und bei unterschiedlichen Interessen konstruktiv zusammenarbeiten. Bei aktuellen Streitigkeiten wollen wir lernen, Konflikte auch weiterhin gewaltfrei auszutragen. Die Schule ermutigt die Schüler, Verantwortung für sich und für die Gemeinschaft zu übernehmen. Sie fördert die Teilhabe an Entscheidungsprozessen. C. Dienstleistung

Der Status der Schule als einer nichtrechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts ist gesetzlich vorgegeben. Im Mittelpunkt ihres Auftrages aber steht das Recht des jungen Menschen auf eine seiner Begabung, seinen Fähigkeiten und seinen Neigungen entsprechende Erziehung und Ausbildung. Das sich daraus herleitende Selbstverständnis als eine Dienstleistungseinrichtung in unserer Gesellschaft ist ein wichtiger Maßstab des Handelns am Sophie-Scholl-Gymnasium.

IV. Hinweise zur Evaluation

Obwohl die Entwicklung jeder Schule von vielen äußeren Bedingungen entscheidend abhängt und durch sie eingeschränkt wird, bildet unser Schulprogramm ein zentrales Element zur Zielbestimmung. Damit es diese Funktion erfüllen kann, muss die Umsetzung der formulierten Absichten und Maßnahmen kontinuierlich überprüft werden. Durch die Bewertung der Bildungsangebote, Arbeitsabläufe und Organisationsformen lassen sich Aussagen zur Wirksamkeit der Leitbilder und Erziehungsschwerpunkte ableiten. Evaluation dient dazu, die festgelegten Entwicklungsvorhaben zu beobachten sowie real bewirkte Veränderungen zu registrieren. Damit leistet Evaluation einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung. In einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens können Schwächen und Fehler aufgedeckt werden; diese wollen wir als Lernchancen nutzen.

Um die notwendigen Informationen zu gewinnen, sind folgende Erhebungsverfahren einsetzbar:

Alle an der Schule Beteiligten sind aufgefordert, durch konkrete Vorhaben und Arbeitsprogramme zur Erreichung der formulierten Ziele beizutragen. Zur Koordination der Aufgaben und Maßnahmen setzt die Schulkonferenz eine Lenkungsgruppe ein. Sie unterbreitet Vorschläge zur Fortschreibung des Schulprogramms.

Beschlossen von der Schulkonferenz am 27.06.2002.

 

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